Zwischen Schrift und Sprache besteht ein direkter Zusammenhang. Die Sprache dient dem Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Sie ist die unmittelbare Wirklichkeit des Gedankens und das unentbehrliche Verständigungsmittel des Menschen. Sie verhallt nach dem Sprechen. Erst die Schrift verleiht dem Gedanken Dauer.
Schon in frühen Stufen ihrer Entwicklung haben die verschiedenen Schriften, vor allem in ihrer Anwendung in der Architektur und Buchkunst, eine künstlerische Bedeutung gewonnen. Sie passte sich immer den Baustilen und Kunstrichtungen in den verschiedensten Formen an. Jede Epoche hat ihre Schrift mit ihrem zum Baustil passenden Charakter. So verschieden wie die Charaktere der Menschen sind, so sind auch die der Schriften.
Der Jugendliche wählt die Schrift popig, der Seriöse eher ausgeglichen und der Elegante geschwungen.